Hepatitis B

Die Krankheit nach dem Urlaubsflirt: Gefürchtet sind chronische Verlaufsformen, die häufig unentdeckt weitergegeben werden.

Die Krankheit Hepatitis B – Die „gefährlichere Schwester der Hepatitis A“

Wenn Sie eine Auslandsreise planen, sollten Sie sich vor Hepatitis B schützen. In Deutschland ist das Ansteckungsrisiko gering, es sei denn, sie gehören zu einer Risikogruppe. Doch weltweit tragen etwa 240.000 Menschen das Virus dauerhaft, meist ohne es zu wissen.

Unbemerkt wird das Virus über ungeschützten Geschlechtsverkehr oder unhygienische Wundversorgung bei medizinischen Eingriffen, beispielsweise durch verunreinigte Instrumente, weitergegeben. Besonders betroffen: die südlichen Sahara-Länder Afrikas, Ostasien, Indien und der Mittlere Osten.

Übertragung der Infektion – Blut, Nadeln, Bisswunden

Das Hepatitis-B-Virus wird hauptsächlich über Blut weitergegeben, also beispielsweise beim Geschlechtsverkehr oder beim Stich mit einer verunreinigten Nadel. Das Risiko ist also überall dort erhöht, wo Menschen mit Blut und Nadeln in Berührung kommen – im Gesundheitswesen, im Pflegebereich, aber auch in der Drogenszene und beim unhygienischen Stechen von Ohrlöchern oder Tattoos. 

Als Risikogruppen gelten auch Menschen mit häufig wechselnden Intimpartnern/innen. Wenn Sie in ein Land mit erhöhtem Risiko reisen, gehören auch Sie zur Risikogruppe. In Ausnahmefällen ist eine Übertragung auch in der Familie oder in Kinderbetreuungs-Einrichtungen möglich (etwa bei Bissverletzungen). (Chronisch) erkrankte Schwangere geben die Krankheit an ihr Ungeborenes weiter.

Kontaminiertes Wasser
Verunreinigte Nahrungsmittel
Austausch von Körperflüssigkeiten

Symptome und Krankheitsverlauf – Akute Gelbsucht, später Leberschäden

Nach etwa 2 bis 4 Monaten zeigt sich die Infektion in einer akuten Phase durch Übelkeit und Erbrechen. Bei einem Drittel der Menschen verfärbt sich die Haut in dieser akuten Phase gelblich (Gelbsucht). Weil viele Infizierte keine akuten Symptome zeigen, bleibt die Infektion häufig unentdeckt („stumm“). 10 Prozent der Erwachsenen erkranken chronisch, 90 Prozent werden wieder vollständig gesund.

Anders sieht es bei Kindern und immunschwachen Menschen aus: 30 bis 90 Prozent dieser Erkrankten werden das Virus nicht wieder vollständig los und entwickeln eine chronische Hepatitis. Weil chronisch erkrankte Schwangere das Virus an ihr Kind weitergeben, kommt das Baby unbehandelt oft schon chronisch krank zur Welt. 

Für diese Menschen ist das Risiko im Lauf des Lebens schwer an der Leber zu erkranken, beispielsweise an Leberkrebs oder Leberzirrhose (Schrumpfleber), deutlich erhöht.

Ein Mensch kann das Virus jahrelang unentdeckt in sich tragen und es beispielsweise über Geschlechtsverkehr weitergeben. Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt vor diesem Risiko.

Die Diagnose

Erst ein Bluttest deckt die Infektion mit Hepatitis B auf und zeigt auch, ob Immunität wegen einer Impfung, einer alten, ausgeheilten oder einer aktiven Form des Virus vorhanden ist.

Die Behandlung von Hepatitis B

Die Infektion muss dann mit virenhemmenden Medikamenten behandelt werden, bei chronischen Erkrankungen ein Leben lang. Vor einer Infektion schützt nur die Impfung sicher.

Die Hepatitis-B-Impfung schützt – Für Reisende empfohlen

Seit die Ständige Impfkommission (STIKO) die Hepatitis-B-Impfung schon für Säuglinge ab dem zweiten Lebensmonat empfiehlt, sind viele Kinder bereits gegen das Virus geschützt. Erwachsenen wird eine Impfung als Schutz auf Reisen empfohlen. Auch Angestellte im Gesundheitswesen und Erwachsene mit Immunschwäche werden in Deutschland gegen Hepatitis B geimpft.

Mit der Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A+B können Sie sich vor Ihrer Reise gleich gegen 2 Formen der Hepatitis schützen. 

Impfung
Hepatitis B

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