Diphtherie

Besonders Reisende sind heute noch von der Krankheit betroffen, die als „Würgeengel der Kinder“ bekannt wurde. Denken Sie an die wichtigen Auffrischimpfungen!

Die Krankheit Diphtherie – Als Reisende sind Sie besonders gefährdet

Dank konsequenter Hygiene und erfolgreicher Impfkampagne in der Bevölkerung kommt die Diphtherie in Deutschland kaum noch vor – ein Grund, warum die notwendigen Auffrischimpfungen im Erwachsenenalter häufig vergessen werden.

Reisen wird dann zum Risiko: Die in Deutschland bekannten Diphtherie-Infektionen werden vor allem von Reiserückkehrern/innen zum Beispiel aus Brasilien, Indien, Indonesien, Nigeria oder den Philippinen mitgebracht. Weil die Krankheit in bis zu 10 Prozent der Fälle sogar trotz optimaler medizinischer Versorgung tödlich verläuft, sollten Sie Ihren Impfschutz unbedingt überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen.

Ansteckung und Übertragung – Der Kontakt zur infizierten Person muss nicht eng sein!

ie Krankheit ist sehr ansteckend, denn sie wird über Schmier- und Tröpfcheninfektion, also durch Niesen, Sprechen oder Husten, und über Gegenstände von Mensch zu Mensch weitergegeben. Auch Tiere können die Krankheit übertragen, beispielsweise indirekt durch verunreinigte Lebensmittel wie Milch.

Tröpfcheninfektion
Verunreinigte Nahrungsmittel
Kontaktinfektion
Tiere

Symptome und Krankheitsverlauf – Die Krankheit schnürt die Kehle zu

Die Diphtherie verursacht nach wenigen Tagen Beläge in Nase, Rachen und Luftröhre, die die Atemwege komplett verschließen und zum Ersticken führen können. Weil die Krankheit bei Kindern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so häufig auftrat, wird sie auch „Würgeengel der Kinder“ genannt. 

Typisch sind auch blutig-eitriger Schnupfen, bellender Husten und ein süßlicher Mundgeruch. 

Wenn das Gift der Bakterien in die Blutbahn gelangt, sind lebensbedrohliche Organschäden oder auch tödliche Verläufe möglich.

Besonders in den Tropen ist die Hautdiphtherie verbreitet, bei der die Bakterien über kleine Wunden oder Insektenstiche in den Körper gelangen und Geschwüre verursachen. Sie werden häufig nach Reisen diagnostiziert. Diese Krankheitsform kann zu einer Rachendiphtherie werden und dann können nahe Kontaktpersonen infiziert werden

Die Diagnose

Zum Nachweis der Krankheit wird ein Abstrich aus dem Nasen-Rachen-Raum des Betroffenen genommen. Doch die Behandlung muss schon beim ersten Verdacht auf die Krankheit beginnen. Sonst kommt die Hilfe oft zu spät!

Die Behandlung von Diphtherie – Jede Minute zählt

Das Gift, das die Bakterien verursachen, schädigt Organe und Nerven und muss sofort mit einem Antiserum behandelt werden, um eine Eskalation der Erkrankung zu stoppen. Damit die Bakterien sich nicht weiter vermehren, bekommen die Patienten/innen zusätzlich ein Antibiotikum.

Die TdPa-Impfung schützt

Noch bis in die 1950er-Jahre war Diphtherie eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern – heute kommt die Krankheit nicht mehr vor. Denn schon ab dem zweiten Lebensmonat wird die Impfung nun standardmäßig allen Kleinkindern verabreicht. 

Das Problem: Die Impfung muss alle 10 Jahre aufgefrischt werden. Weil die Krankheit aber immer mehr in Vergessenheit geraten ist, klafft heute bei vielen Erwachsenen eine Impflücke. Schützen Sie sich daher rechtzeitig vor Ihrer Reise mit einer Auffrischimpfung!

Mit dem Impfstoff TdPa haben Sie damit auch Tetanus und Keuchhusten in einer Impfung aufgefrischt, mit der TdPa-IPV-Impfung zusätzlich Kinderlähmung (Polio).

Impfung
Diphtherie

Bequem Impfen – Ihren Impfschutz können Sie sich nachhause holen

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