Reisekrankheiten – Gegen welche gibt es Impfungen?

Auch wenn nicht gegen jede Reisekrankheit ein Impfschutz existiert: Vor vielen schweren Infektionskrankheiten können Sie sich durch Impfungen wirkungsvoll schützen.

Reiseimpfungen – Ihr Plus an Sicherheit für unterwegs

Impfen ist manchmal sogar Pflicht! Damit Sie gut geschützt in Ihre Reise starten, sollten Sie Ihre Impfungen rechtzeitig planen. Bedenken Sie dabei auch, dass bestimmte Impfungen für manche Reisen verpflichtend sein können. Im Idealfall sollten Sie sich – je nach Impfstoff – generell etwa 4 bis 6 Wochen vor der Reise impfen lassen. In Ausnahmefällen (Gelbfieber), bei Schnell-Impfschemata oder falls nur Auffrischungen notwendig sind, kann man auch deutlich kürzere Zeitabstände zur Reise wählen.

reiseimpfungzuhause.de – maßgeschneiderter Schutz gegen Krankheiten. Mit den Ärzten/innen unseres Impfservice sichern Sie sich eine ausführliche reisemedizinische Beratung, die Ihren perfekten Schutz gegen Reisekrankheiten individuell ermittelt. Hierfür spielen neben dem Reiseland sowie Ihrem Alter, Ihrem Impfstatus und Ihrem individuellen Risikoprofil unter anderem die Reisezeit, die Dauer und Art Ihrer Reise sowie die von Ihnen geplanten Aktivitäten am Reiseziel eine zentrale Rolle.

Wer sollte sich wann wogegen impfen lassen? Basis für unsere Impfberatung sind die Empfehlungen für Reiseimpfungen, wie sie die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut fortlaufend gemäß den neuesten Erkenntnissen aktualisiert – ebenso wie die Empfehlungen für alle bekannten Standardimpfungen. Selbstverständlich berücksichtigen diese Empfehlungen unter anderem verschiedene Altersgruppen (Babys, Kinder und Jugendliche, Erwachsene) sowie bestimmte Risikogruppen (zum Beispiel Personen mit Vorerkrankungen).

Vor diesen Reisekrankheiten kann Sie eine Impfung schützen

Die nachfolgende Liste verschafft Ihnen einen ersten Überblick, gegen welche Reisekrankheiten Sie sich mit Impfungen effektiv schützen können. Wie schon weiter oben erwähnt, finden Sie darunter Krankheiten, gegen die auch in Deutschland eine Impfung empfohlen wird – standardmäßig und/oder für bestimmte Personengruppen (gemäß dem Impfkalender der STIKO).

Weitere Informationen zu den jeweiligen Impfungen und welche davon für Ihr Reiseland relevant sind, erhalten Sie auf den entsprechenden Unterseiten unserer Website – in den Rubriken Impfungen und Länder.

Darüber hinaus informiert und berät Sie Ihr/Ihre Impfarzt/in von reiseimpfungzuhause.de gern persönlich und ausführlich zu allen Fragen rund um Ihren Impfschutz.

Influenza

Hatte Sie schon einmal einen „grippalen Infekt“ mit Fieber, Kopfschmerzen, Husten und Schnupfen? Die „echte Grippe“ wird anders als ein „grippaler Infekt“ von Influenza-Viren ausgelöst und kann deshalb besonders schwer verlaufen. Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann das zur Bedrohung werden.

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Keuchhusten

Keuchhusten heißt auf Lateinisch „Pertussis“, was übersetzt so viel wie „starker Husten“ bedeutet. Tatsächlich äußert sich das zentrale Symptom der Erkrankung in krampfartigen Hustenanfällen. Die Pertussis-Erreger kommen weltweit vor und sind extrem ansteckend. Sie verursachen eine der häufigsten Infektionskrankheiten der Atemwege

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Masern

In Entwicklungsländern, besonders in Afrika, kommt es immer wieder zu lokalen Masern-Epidemien mit hohen Krankheits- und Sterblichkeitszahlen bei Kindern und auch unter Erwachsenen.

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Meningokokken

n Deutschland selten – auf Reisen riskant. Bevor Sie auf Reisen gehen, sollten Sie eine Impfung gegen Meningokokken in Erwägung ziehen, vor allem, wenn Sie im Reiseland in engem Kontakt zur Bevölkerung unterwegs sind. Denn die Infektion mit den Bakterien kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden, wenn sich eine eitrige Hirnhautentzündung mit Blutvergiftung und Organversagen entwickelt.

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Pneumokokken

Lungenentzündungen sind in Industriestaaten eine der häufigsten Todesursachen. Oft sind Pneumokokken verantwortlich, die weltweit vorkommen. Sie siedeln sich zeitweise im Nasen-Rachen-Raum bei fast allen Menschen an und verursachen eigentlich keine Symptome.

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Kinderlähmung (Polio)

Gerade jetzt ist es wichtig, dass Sie mit einer aufgefrischten Polio-Impfung in Ihre Reise starten. Denn die „Kinderlähmung“ kann, anders als der Name vermuten lässt, in jeder Altersgruppe schwere Schäden auslösen, darunter auch die typischen Lähmungen von Armen und Beinen.
Dem Ziel, den Polio-Erreger weltweit auszurotten, war die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2019 schon recht nah.

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Tetanus

Ganz unabhängig von Ihrer Reise sollten Sie generell gegen Tetanus geschützt sein – denn das Tetanus-Bakterium führt zu oft tödlich endendem Wundstarrkrampf. Doch besonders hoch ist das Risiko, wenn die medizinische Versorgung unzureichend und nicht schnell genug erreichbar ist, wie es auf Reisen leicht der Fall sein kann.

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Tollwut

Die Krankheit Tollwut wird durch das Rabies-Virus verursacht, das über Tierbisse oder Hautverletzungen in den menschlichen Körper gelangt. Wer sich ungeimpft mit Tollwut infiziert und nicht unmittelbar mit Antikörpern (Immunglobulinen) behandelt werden kann, hat kaum Überlebenschancen. Denn ist die Krankheit einmal ausgebrochen, ist sie nicht behandelbar und endet immer tödlich.

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Typhus

Ähnlich wie die Cholera wird Typhus durch Bakterien (Salmonellen) von Mensch zu Mensch über verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel übertragen. Typhus kommt daher vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen und sanitären Standards vor.

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Windpocken

Mit Windpocken (Varizellen) sind viele ältere Erwachsene in der Kindheit noch in Berührung gekommen und erinnern sich gut an die juckenden Bläschen. Seit eine Impfung zur Verfügung steht, wird die Krankheit bei Kindern unter 10 Jahren immer seltener. Weil in Ländern mit niedriger Durchimpfungsrate das Windpocken-Risiko viel höher ist als in Deutschland, sollten Sie vor Ihrer Reise auf Nummer sicher gehen.

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Zika-Virus

Das Zika-Virus ist vielen seit der Fußball-WM 2014 ein Begriff. Denn bei diesem Anlass wurde das Virus nach Brasilien eingeschleppt und breitet sich seither in zahlreichen tropischen und subtropischen Gebieten aus. Paaren mit Kinderwunsch und schwangeren Frauen wird von einer Reise in diese Gebiete abgeraten, denn das Virus schädigt ungeborene Kinder schwer.

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Höhenkrankheit

Sie haben einen Trekking-Abstecher ins hohe Gebirge ab 2.500 Metern vor? Dann sollten Sie die Gefahren der Höhenkrankheit kennen. Wenn die „Luft dünn“ wird, sinkt der Luftdruck und damit auch die Sauerstoffsättigung im Blut. Daran muss sich unser Körper langsam gewöhnen. Wer zu schnell aufsteigt und die Zeichen seines Körpers ignoriert, der riskiert die lebensbedrohliche Höhenkrankheit.

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Malaria

Malaria ist eine Fieberkrankheit, die durch Mücken übertragen wird. Wer in die Tropen reisen möchte, kommt nicht darum herum, sich mit dem Malaria-Risiko vor Ort zu befassen. Denn gegen die Krankheit gibt es derzeit noch keine Impfung und nur eine gute Vorsorge schützt vor einem oft lebensbedrohlichen Krankheitsverlauf.

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Dengue-Fieber

Das Dengue-Fieber ist die häufigste durch Mückenstiche übertragene fieberhafte Infektion in den tropischen und subtropischen Gebieten Südamerikas und Asiens. Denn die tagaktive Mückenart kommt in Stadtnähe häufig vor, wo sie sich in Pfützen und anderen Wasseransammlungen wie Eimern und Töpfen ideal vermehren kann.

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Reisedurchfall

Die meisten Reisenden waren schon einmal betroffen: Beispielsweise 40 Prozent der Afrikareisenden und 15 Prozent der Reisenden in Karibik und Mittelmeerraum haben mit Reisedurchfall schon Bekanntschaft gemacht.

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Chikungunya-Fieber

Chikungunya, das bedeutet in der Sprache eines afrikanischen Volksstammes „Der gekrümmt Gehende“ und beschreibt das auffälligste Symptom der Krankheit: starke Muskel- und Gelenkschmerzen zusammen mit hohem Fieber, die es dem Erkrankten fast unmöglich macht, aufrecht zu gehen.

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Humane Papillomviren (HPV)

Fast alle Menschen stecken sich im Lauf des Lebens durch sexuelle Kontakte mit einem HP-Virus an. Bei 90 Prozent der Betroffenen heilt die Infektion ohne Symptome von selbst wieder aus. Bei manchen entwickelt sich aber in der Folge Krebs, meist an der Gebärmutter, aber auch am After, Penis, Hals oder Rachen.

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Gürtelrose (Herpes Zoster)

Erinnern Sie sich noch an die Windpocken Ihrer Kindheit? Der Erreger kann sich jahrzehntelang im Körper halten („Schläfer“) und später, wenn das Immunsystem im Alter nachlässt oder kurzfristig geschwächt ist, wieder aufflammen: als Gürtelrose (Herpes Zoster), ein schmerzhafter Ausschlag. 20 Prozent aller Menschen erkranken schätzungsweise einmal im Leben daran.

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Gelbfieber

Auf beiden Seiten des Atlantiks tritt Gelbfieber in ausgewiesenen Risikogebieten auf und wird im tropischen Klima durch Stechmücken übertragen. Weil die Erkrankung leicht aus Risikogebieten in gelbfieberfreie Regionen eingeschleppt werden kann, gilt bei der Einreise in viele Länder eine Gelbfieber-Impfpflicht. Ohne das wichtige Gelbfieber-Zertifikat stranden Sie und kommen auf Ihrer Reise nicht weiter!

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Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Wer seine freie Zeit auf Reisen gern in der Natur verbringt und in einem FSME-Risikogebiet unterwegs ist, der sollte gegen Gehirnentzündung geschützt sein, die von Zecken übertragen wird. Sobald es warm genug ist, steigt auch das Risiko, sich draußen eine Zecke einzufangen.

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Diphtherie

Dank konsequenter Hygiene und erfolgreicher Impfkampagne in der Bevölkerung kommt die Diphtherie in Deutschland kaum noch vor – ein Grund, warum die notwendigen Auffrischimpfungen im Erwachsenenalter häufig vergessen werden.

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Cholera

Verunreinigtes Trinkwasser, verunreinigte Nahrungsmittel und vor allem mangelnde Hygiene machen es dem Bakterium Vibrio cholerae leicht: Die Durchfallerkrankung betrifft vor allem die einheimische Bevölkerung in Afrika, kommt aber auch in Asien und Südamerika vor, wo eine gute Trinkwasser- und Nahrungsmittelversorgung oft fehlt.

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Borreliose

Das Risiko an einer Borreliose zu erkranken ist regional sehr unterschiedlich. Sie wird durch Zecken übertragen. 10 bis 30 Prozent der Zecken tragen den Erreger, aber nur ein kleiner Teil der infizierten Menschen erkrankt auch an Symptomen der Borreliose.
Eine Impfung gibt es nicht, die Krankheit kann aber gut durch Antibiotikum behandelt werden und heilt dann in der Regel aus.

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Bilharziose

Wer in den Tropen oder Subtropen Urlaub macht und in einem Bilharziose-Gebiet unterwegs ist, sollte sich von Süßwasser, also Flüssen oder Seen, besser fernhalten. Ein Grund ist die Bilharziose. Sie wird durch Saugwürmer (Zerkarien) verursacht, die beim Schwimmen oder Baden in die Haut eindringen.

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Hepatitis B

Wenn Sie eine Auslandsreise planen, sollten Sie sich vor Hepatitis B schützen. In Deutschland ist das Ansteckungsrisiko gering, es sei denn, sie gehören zu einer Risikogruppe. Doch weltweit tragen etwa 240.000 Menschen das Virus dauerhaft, meist ohne es zu wissen. Unbemerkt wird das Virus über ungeschützten Geschlechtsverkehr oder unhygienische Wundversorgung bei medizinischen Eingriffen, beispielsweise durch verunreinigte Instrumente, weitergegeben.

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Hepatitis A

Die Hepatitis A ist vielen Reisenden ein Begriff. Sie gilt als klassische Reisekrankheit. Etwa 40 bis 50 Prozent der in Deutschland auftretenden Infektionen mit dem Hepatitis-A-Virus werden nach einer Auslandsreise gemeldet.

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Reisekrankheiten – Nicht nur für Fernreisen ein Thema

Wer innerhalb Deutschlands reist oder in nahe gelegene Länder wie Italien oder die Türkei, rechnet oft nicht damit, dass es auch in diesen Fällen bestimmte Impfungen geben kann, die zur Gesundheitsvorsorge für die Reise zählen sollten. Planen Sie zum Beispiel einen naturnahen Urlaub in Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen? Dann sollten Sie gegen die durch Zeckenbiss übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) geimpft sein. Das trifft ebenfalls für Aufenthalte in bestimmten Regionen in Hessen, Sachsen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Niedersachsen zu.

Für die Türkei oder beispielsweise bestimmte Teile Italiens kann eine Impfung gegen Hepatitis A empfehlenswert sein, denn das Infektionsrisiko für diese Erkrankung ist dort höher als in Deutschland. Falls Sie sich im ländlichen Raum der Türkei aufhalten, gilt es zudem zu prüfen, ob eine Impfung gegen Typhus ratsam ist.

Reiseimpfschutz 60+: Turbo für das Immunsystem

Von bestimmten Impfungen profitieren besonders auch ältere Menschen, da sie häufig ein schwächeres Immunsystem haben, das mit Krankheitserregern zum Teil nicht mehr so gut zurechtkommt wie in jungen Jahren. So empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) Menschen ab 60 Jahren die jährliche Impfung gegen Influenza (Grippe). Da zum Beispiel die Anreise in Zug und Bus oder auf Flughäfen viele Menschen auf engem Raum zusammenbringt, kann die Grippe-Impfung für diese Altersgruppe so wichtig sein. Mitunter ist dieser Impfschutz auf Reisen jedoch auch generell, also unabhängig vom Alter, nützlich.

Manchmal raten wir von einer Reise ab

Unsere Impfärzte/innen bringen große fachliche Expertise und Erfahrung mit. Sie wägen Risiken und Nutzen mit größter Sorgfalt ab – in seltenen Ausnahmefällen mit dem Ergebnis, dass sie Ihnen von einer Reise abraten, weil das Risiko durch die Erkrankung zu hoch ist und/oder weil eine Impfung nicht möglich ist. So gibt es zum Beispiel keine Impfung gegen das Zika-Virus, infiziert sich eine schwangere Frau damit, stellt dies jedoch eine große Gefahr für das Ungeborene dar. Frauen ist während der Schwangerschaft bisweilen von Reisen in Malaria-/Zika-Regionen abzuraten, um sie und das Ungeborene nicht zu gefährden. Ein weiteres Beispiel ist die Gelbfieber-Impfung von über 60-Jährigen: Sie bringt für diese Altersgruppe ein erhöhtes Nebenwirkungsrisiko mit sich, eine Erkrankung ist aber ebenfalls bedrohlich. Auch hier gilt es, eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vorzunehmen und Sie ausführlich zu beraten.

Übertragungswege von Reisekrankheiten

Um eine Krankheit auslösen zu können, müssen ihre Erreger zunächst auf und dann in den menschlichen Körper gelangen. Übertragungswege gibt es verschiedene.

Einige typische Reisekrankheiten verbreiten sich durch Mückenstiche. Dazu zählen Chikungunya-Fieber, Dengue-Fieber, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, Malaria oder die Zika-Virus-Infektion.

Während beispielsweise Europa oder Nordamerika als tollwutfrei gelten, stellt diese Erkrankung in anderen Regionen der Welt, etwa in Thailand, eine verbreitete Gefahr dar. Tollwut wird über Bisswunden übertragen, zum Beispiel durch Hunde und Katzen oder auch durch Affen und Fledermäuse. Wer ungeimpft ist, hat im Fall einer Infektion mit Tollwut  kaum Überlebenschancen, da in vielen Teilen der Welt weder Antikörper noch Impfstoff akut verfügbar sind. Unbehandelt führt die Tollwut immer zum Tod. 

Die gerade auch in einigen Regionen von Deutschland verbreitete Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sowie die Borreliose werden in den meisten Fällen durch Zeckenbisse auf den Menschen übertragen. Ursache für die in den Tropen und Subtropen vorkommende Bilharziose sind Saugwürmer aus Süßgewässern, die über die Haut in den menschlichen Körper gelangen.

Stark abhängig vom Reisestil sowie der (Sanitär)Hygiene im Reiseland sind Infektionen, die durch Tröpfchen-, Kontakt- und Schmierinfektion von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Dazu gehören beispielsweise die bakteriellen Infektionen mit Meningokokken oder Pneumokokken sowie die Virus-Erkrankungen Corona, Diphtherie, Grippe (Influenza), Masern und Röteln. Auch das Windpocken-Virus und die Gürtelrose (Herpes Zoster) verbreiten sich über Schmierinfektion. Eine wichtige Rolle in Verbindung mit mangelnder (Sanitär)Hygiene spielen darüber hinaus verunreinigte Nahrungsmittel und verschmutztes Trinkwasser für die Übertragung von Reisekrankheiten. Hierzu zählen beispielsweise Cholera und Typhus oder die Virus-Infektionen Polio und Hepatitis A.

Hauptsächlich über Blut weitergegeben wird Hepatitis B, also zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr oder aufgrund unhygienischer Wundversorgung bei medizinischen Eingriffen. Im Zusammenhang mit diesem Übertragungsweg ist auch das weltweite Risiko einer HIV-Infektion (Aids) zu beachten, gegen die es bisher leider keinen Impfschutz gibt.

Bereits über kleinste Wunden kann das Tetanus-Virus seinen Weg in den menschlichen Körper finden, etwa beim Kontakt mit Erde oder Tierkot. Über den Blutkreislauf verbreitet es dann sein starkes Gift. Deshalb ist der Impfschutz gegen Tetanus und dessen Auffrischung alle 10 Jahre für alle Reisen empfohlen.

Tröpfcheninfektion
Kontaktinfektion
Schmiereninfektion
Austausch von Körperflüssigkeiten
Wundinfektion
Verunreinigte Nahrungsmittel
Kontaminiertes Wasser
Haus- und Wildtiere
Zeckenbisse
Mückenstiche
Saugwürmer

Unsere Impfärztinnen und Impfärzte beraten Sie selbstverständlich auch zu jenen Reisekrankheiten, gegen die es keine vorbeugende Impfung gibt – und wie Sie sich dagegen schützen können. Falls vorbeugende Medikamente verfügbar sind (zum Beispiel die Malaria-Prophylaxe), wird Ihr/e Impfarzt/in Ihnen diese auf Wunsch verschreiben, sofern für Ihr Reiseziel sinnvoll und nach Abwägung aller zu berücksichtigenden Faktoren. 

Darüber hinaus erhalten Sie Tipps, wie Sie sich im Reiseland am besten verhalten, um zum Beispiel Mückenstiche durch Insektenschutz zu vermeiden oder Reisedurchfall durch entsprechende Vorsichtsmaßnahmen vorzubeugen. Viel Wissenswertes dazu finden Sie darüber hinaus hier auf unseren Seiten – in dieser Rubrik sowie unter Impfungen und Länder.

Erreger-Arten: Viren, Bakterien und Parasiten

Die auf unseren Seiten besprochenen Reisekrankheiten werden durch Viren, Bakterien oder Parasiten verursacht. Was ist was?

Viren sind viel kleiner als Bakterien und streng genommen keine Lebewesen. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel. Meistens bestehen sie nur aus ihrem Erbgut (RNA oder DNA) und einer schützenden Eiweißhülle (Proteinhülle). Anders als Bakterien können sich Viren nicht selbst vermehren: Sie nutzen dafür den Stoffwechsel ihrer Wirtszellen – so auch der menschlichen Zellen. Antibiotika sind bei virusbedingten Infektionen wirkungslos. Gegen Reisekrankheiten wie die Japanische Enzephalitis, Polio oder Hepatitis A/B können wir uns glücklicherweise impfen lassen. Für andere durch Viren verursachte Erkrankungen wie Dengue, Chikungunya oder Zika existiert aber leider noch kein Impfschutz.

Bakterien sind mikroskopisch kleine einzellige Lebewesen (Einzeller), die überall vorkommen. Viele davon sind unserer Gesundheit förderlich, nur rund 1 Prozent macht uns krank. Bakterien verfügen über einen eigenen Stoffwechsel und vermehren sich durch Zellteilung. Gegen Bakterien wirken Antibiotika: Die Medikamente hindern die Bakterien daran, sich zu vermehren oder zerstören diese direkt. Bakterielle Infektionen sind zum Beispiel die Cholera oder die Meningokokken- und Pneumokokken-Infektion – Reisekrankheiten, gegen die Sie sich durch eine Impfung wirkungsvoll schützen können.

Parasiten sind tierische oder pflanzliche Organismen, die sich von anderen Lebewesen (Wirten) ernähren oder diese nutzen, um sich zu vermehren. Oft schädigen sie dabei den Organismus des Wirts und machen ihn krank. Die Erreger der Malaria gehören zu dieser Gattung: Die Plasmodien, einzellige Parasiten, vermehren sich im menschlichen Organismus und verursachen die typischen Symptome. Auch die Bilharziose ist eine parasitäre Infektionskrankheit: Verursacher ist der Pärchenegel, ein Wurm, der über die menschliche Haut in den Körper gelangt, sich dort vermehrt und Organe schädigt.

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