Impfung gegen Typhus

Typhus kann auf Reisen zu einem ernsthaften Problem werden. Eine Impfung kann Sie davor bewahren.

Die Typhus-Impfung: Schutz vor der bakteriellen Infektionskrankheit

Typhus wird durch Bakterien verursacht. Hygienische Mängel sind dafür verantwortlich, dass die Keime Lebensmittel und Wasser verunreinigen. Insbesondere bei Reisen nach Süd- und Zentralasien sowie in einige Länder Afrikas, Mittel- und Südamerikas besteht das Risiko einer Infektion. Typhus kann einen ernsten Verlauf nehmen und Komplikationen wie unter anderem Durchfall mit sehr starkem Flüssigkeitsverlust, eine Herzmuskelentzündung, Schädigungen des Nervensystems und eine Blutvergiftung hervorrufen. Das kann zum Versagen mehrerer Organe und schließlich zum Tod führen. Von den Erkrankten, die Typhus überstehen, scheiden 2 bis 5 Prozent über Monate oder sogar lebenslang weiter Typhus-Bakterien über den Darm aus, ohne es zu merken. Behandelt wird Typhus üblicherweise mit Antibiotika. Allerdings entwickeln die Bakterien zunehmend Resistenzen dagegen. Dadurch kommt es immer häufiger dazu, dass eine Therapie nicht mehr gelingt. Deshalb sollten Sie sich gegen Typhus impfen lassen, wenn Sie in eine betroffene Region reisen. Die Typhus-Impfung kann Sie selbst schützen und das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Krankheit verringern. Die Impfung besteht aus einer einzigen Dosis, der Schutz ist nach 2 Wochen aufgebaut. Eine Auffrischung sollte spätestens nach 3 Jahren erfolgen, wenn Sie sich häufig oder dauerhaft in einem Risikogebiet aufhalten.

Nebenwirkungen der Typhus-Impfung

Der Impfstoff gegen Typhus enthält Bestandteile von der Hülle der Typhus-Bakterien. Es ist ein Totimpfstoff, der die Krankheit nicht auslösen kann. Die Impfung erfolgt in den Muskel des Oberarms oder Oberschenkels. In Ausnahmefällen kann der Impfstoff auch unter die Haut gespritzt werden. Nach der Impfung reagiert das Immunsystem recht schnell auf den Impfstoff, bevor es dann etwas später eine anhaltende gezielte Abwehr aufbaut. Die erste Reaktion können wir als Beschwerden wahrnehmen, die in der Regel nur wenige Tage andauern. Dazu gehören:

Solche Impfreaktionen treten allerdings nicht bei jedem auf. Nach der Impfung müssen Sie sich nicht sonderlich schonen. Sie sollten aber auf ungewohnte körperliche Belastungen für einige Tage verzichten. Ungeeignet ist die Impfung für Personen, bei denen eine Überempfindlichkeit auf Bestandteile des Impfstoffs bekannt ist oder bei denen es schon einmal zu ernsthaften Komplikationen im Zusammenhang mit einer anderen Impfung kam. Wenn Sie zum Zeitpunkt der geplanten Impfung unter einer schweren Infektionskrankheit leiden, muss die Impfung verschoben werden.

Typhus-Reiseimpfung für Kinder besonders empfohlen

Eine Impfung gegen Typhus ist bei Kindern möglich, die älter als 2 Jahre sind. Kinder erkranken häufiger an Typhus als Erwachsene. Deshalb sollten Kinder ab 2 Jahren gegen Typhus geimpft werden, wenn die bevorstehende Reise mit einem erhöhten Typhus-Risiko verbunden ist. Wer mit jüngeren Kindern verreist, sollte zumindest keinen risikoreichen Reisestil wählen. Außerdem ist es wichtig, bei Lebensmitteln, Getränken und beim Toilettenbesuch sorgfältig auf Hygiene zu achten.

Impfung gegen Typhus bei Erwachsenen: Reiseziel und Reisestil entscheidend

Neben dem Reiseziel bestimmt ebenso der Reisestil, wie notwendig eine Typhus-Impfung ist. Vor allem bei Reisen unter einfachen Bedingungen wie etwa bei Trekkingtouren oder bei Reisen mit längerem Aufenthalt ist eine Impfung dringend für Erwachsene aller Altersklassen zu empfehlen. Für einige Länder in Süd- und Zentralasien ist die Typhus-Impfung jedoch unabhängig vom Reisestil für alle Reisenden ratsam. Ein niedriger Hygienestandard kann nicht nur zu Typhus, sondern unter anderem auch zu Hepatitis A führen. Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene können sich mit einem Kombinationsimpfstoff direkt gegen beide Krankheiten impfen lassen.

Typhus-Impfung: Wie oft ist sie nötig?

Für den Grundschutz gegen Typhus ist eine einzige Impfung erforderlich. Es dauert ungefähr 2 Wochen, bis der Impfschutz aufgebaut ist. Die Wirksamkeit des Typhus-Impfstoffs beträgt 50 bis 70 Prozent. Deshalb sollten Sie bei hohem Typhus-Risiko zusätzlich vorsichtig bei Lebensmitteln und der Wasserversorgung sein. Das Essen sollte immer gegart oder geschält sein und Getränke sollten Sie nur aus Flaschen mit intaktem Sicherungsring trinken. Vor dem Essen und nach dem Toilettengang ist das Händewaschen mit Seife wichtig. Diese Maßnahmen bewahren auch vor verschiedenen Durchfallerkrankungen, gegen die es keinen Impfstoff gibt. Nach 3 Jahren ist eine Auffrischimpfung notwendig, wenn Sie weiterhin oder erneut einem erhöhten Typhus-Risiko ausgesetzt sind.

Babys

Impfung nicht möglich

Kinder ab 2 Jahren

1 Dosis

Auffrischung nach 3 Jahren

Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

1 Dosis

Auffrischung nach 3 Jahren (bei Kombinationsimpfstoff nach 6 bis 12 Monaten eine einzelne Hepatitis-A-Impfung)

Die Kosten einer Typhus-Impfung für die Reise

Einige gesetzliche Krankenkassen bieten an, die Kosten für Reiseimpfungen wie beispielsweise die Typhus-Impfung zu übernehmen. Das kann sich jedoch von Kasse zu Kasse unterscheiden. Sicherheitshalber sollten Sie bei Ihrer Krankenversicherung nachfragen, welche Impfungen sie genau bezahlt. Für Privatversicherte ist es ebenfalls ratsam, sich im Vorfeld bei ihrer Versicherung über die Kostenübernahme zu informieren.

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