Pneumokokken-Impfung

Wessen Immunsystem schwach ist oder im Alter nachlässt, der kann sich auf diese Impfung verlassen.

Die Pneumokokken-Impfung

Eigentlich besiedeln die Bakterien der Pneumokokken-Art unseren Nasen-Rachen-Raum ganz unbemerkt und ohne Beschwerden zu verursachen. Erst wenn das Immunsystem im Alter nachlässt oder im Kindesalter noch nicht so stark ist, werden sie zum Problem. Dann können sie zu Infektionen des Mittelohrs, der Nebenhöhlen oder zu einer Lungenentzündung führen. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Hirnhautentzündung oder einer Blutvergiftung mit häufig lebensbedrohlichem Verlauf.

Pneumokokken-Impfstoff: Eigenschaften und Nebenwirkungen

So wirkt die Varizellen-Impfung

Nicht gegen alle der 90 Pneumokokken-Typen gibt es Impfstoffe. Doch gegen 23 der gefährlichsten Untergruppen schützt ein Impfstoff, der gereinigte Bakterienkapseln enthält (Polysaccharid-Impfstoff). Er wird bei Erwachsenen ab 60 standardmäßig und bei Kindern ab dem 2. Lebensjahr angewandt und mit nur einer Dosis verabreicht. Normalerweise sind nach STIKO-Empfehlung keine Auffrischimpfungen notwendig.

Mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Während das Immunsystem seine Abwehr gegen die Pneumokokken trainiert, kann es ein paar Tage lang zu leichten Nebenwirkungen kommen. 

Säuglinge und Kinder reagieren häufig mit Fieber, Reizbarkeit und Durchfall. Jugendliche und Erwachsene berichten nach der Impfung manchmal von Kopfschmerzen, Ausschlag, Durchfall und Erbrechen. 

Doch diese Beschwerden sind ganz normal und dauern nur kurz.

Für wen ist die Pneumokokken-Impfung sinnvoll?

Die Risikogruppen sind Kinder unter 2 Jahren und Erwachsene über 60 Jahren, denn in diesen Altersgruppen ist das Immunsystem noch nicht oder nicht mehr so zuverlässig. Daher steigt für Ungeimpfte bei einer Infektion auch das Risiko, dass sich eine lebensgefährliche Lungenentzündung entwickelt. Genauso betroffen sind Erwachsene mit Diabetes, Immunschwäche oder chronischen Erkrankungen an Herz und Lunge. Für sie alle gilt eine Impfempfehlung.

Pneumokokken-Impfung bei Babys

Die Grundimmunisierung mit einem speziellen Impfstoff (13-valenter Konjugat-Impfstoff), der für eine bessere Antikörperbildung in diesem Alter Eiweißverstärker nutzt, kann schon bei sehr jungen Säuglingen beginnen. Es sind jedoch insgesamt 3–4 Dosen der Impfung zwischen der 6. Lebenswoche und dem 2. Lebensjahr notwendig, bis die Impfung vollständig gegen 13 Bakteriensubtypen schützt.

Pneumokokken-Impfung bei Kindern

Ab dem 2. Lebensjahr ist die Pneumokokken-Impfung verzichtbar, denn es besteht kaum die Gefahr einer schweren Infektion durch Pneumokokken. 

Nur chronisch kranken Kindern und Jugendlichen, die an Herz oder Lunge erkrankt sind, wird eine Impfung mit beiden Impfstoffen (Polysaccharid und 13-valenter Konjugat-Impfstoff) als sogenannte sequenzielle Impfung empfohlen. Sie werden im Abstand von 6–12 Monaten verabreicht.

Pneumokokken-Impfung bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen kommt es sehr auf die gesundheitliche Verfassung an. Gesunde Erwachsene bis zum Alter von 60 Jahren benötigen keine Impfung. 

Ein schwaches Immunsystem oder andere Risikofaktoren machen die Impfung mit beiden Impfstoffen im Abstand von 6 bis 12 Monaten sinnvoll.

Chronisch Kranken, die an Herz-, Atemwegs-, oder Stoffwechsel-Erkrankungen leiden, aber auch allen anderen Menschen über 60 Jahren, wird eine Impfung mit dem 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff (Pneumovax-23) einmalig empfohlen. Der Impfschutz sollte bei Risikopatienten/innen mit schweren Begleiterkrankungen unter Umständen aufgefrischt werden. An einer Lungenentzündung zu erkranken, wird dann wesentlich unwahrscheinlicher. Besonders auf Reisen ist die Impfung ein wichtiger Schutz für einen entspannten Urlaub.

Hepatitis-A-Impfung - wie oft ist sie nötig?

Schon eine Impfdosis bietet ungefähr 2 Wochen nach der Impfung einen gewissen Schutz vor einer Infektion. Eine zweite Auffrischimpfung 6 bis 12 Monate nach der ersten Dosis vervollständigt den Impfschutz, der dann eine Schutzwirkung von 97 bis 99 Prozent aufweist und laut aktuellem Wissensstand über 25 Jahre anhält. Es ist auch eine Impfung mit einem kombinierten Impfstoff möglich, der vor Hepatitis A und zusätzlich vor Hepatitis B schützt. Der Kombinationsimpfstoff enthält allerdings weniger der unschädlich gemachten Hepatitis-A-Viren. Deshalb sind damit 2 Impfungen im Abstand von 1 Monat für eine gute Schutzwirkung notwendig, die für etwa 1 Jahr bestehen bleibt. 6 bis 12 Monate nach der zweiten Dosis muss erneut eine Impfung mit dem Kombinationsimpfstoff erfolgen, um einen anhaltenden Schutz zu erreichen. Beide Impfstoffe gibt es zudem für Kinder, die genauso oft und im gleichen Abstand wie bei Erwachsenen verabreicht werden.

Babys

Impfung gegen Hepatitis A nicht möglich

Kinder ab 1 Jahr

2 Impfungen im Abstand von 6 bis 12 Monaten (bei Kombinationsimpfstoff mit Hepatitis B erfolgen 3 Impfungen)

Erwachsene

2 Impfungen im Abstand von 6 bis 12 Monaten (bei Kombinationsimpfstoff mit Hepatitis B erfolgen 3 Impfungen)

Die Kosten einer Hepatitis-A-Impfung für die Reise

Die gesetzlichen Krankenkassen sind nicht dazu verpflichtet, die Kosten für eine Reiseimpfung gegen Hepatitis A zu übernehmen. Einige Krankenkassen bieten Reiseimpfungen aber als besondere Serviceleistung an. Fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Impfungen sie bezahlt. Das ist ebenfalls für Privatversicherte ratsam.

Detaillierte Infos zu unseren Preisen für Ihre Impfung zuhause finden Sie auf unserer Website – übersichtlich aufgeschlüsselt nach einzelnen Leistungselementen.

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