Impfung gegen Meningokokken der Subgruppe B

Die Meningokokken-B-Impfung kann sinnvoll für manche Reisende sein.

Die Meningokokken-B-Impfung: Schutz in Deutschland und auf Reisen

Meningokokken sind Bakterien, die durch Niesen, Husten oder andere Arten der Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. Sie können eine Hirnhautentzündung und eine Blutvergiftung auslösen. Als Folge können Schädigungen des Nervensystems dauerhaft bestehen bleiben. Ein tödlicher Verlauf ist ebenfalls möglich. Besonders betroffen sind Kleinkinder und Jugendliche. Meningokokken werden in verschiedene Subgruppen eingeteilt. Meistens führen Meningokokken der Subgruppen A, B, C, W135, X oder Y zu einer Erkrankung des Menschen. Es gibt Impfstoffe, die sich gegen einzelne oder mehrere Meningokokken-Subgruppen richten. Je nach Land sind die Meningokokken-Subgruppen unterschiedlich stark verbreitet. Deshalb können abhängig vom Reiseziel verschiedene Meningokokken-Impfungen infrage kommen. Die Meningokokken-B-Impfung ist für bestimmte Personengruppen in Deutschland ratsam, aber auch für einige Reisende.

Mögliche Nebenwirkungen der Meningokokken-B-Impfung

Der Meningokokken-B-Impfstoff ist ein Totimpfstoff. Er enthält lediglich kleine Bestandteile von Meningokokken der Subgruppe B und kann die Krankheit daher nicht auslösen. Das Immunsystem reagiert recht schnell auf den Impfstoff und beginnt in einem zweiten Schritt mit dem Aufbau des anhaltenden Impfschutzes. Die ersten Impfreaktionen spüren manche als folgende Beschwerden:

Nach der Meningokokken-B-Impfung können außerdem Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören Essstörungen, Appetitlosigkeit, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Wenn es zu Beschwerden kommt, vergehen sie in der Regel nach wenigen Tagen von alleine wieder. Da das Immunsystem nach der Impfung arbeiten muss, sollten Sie ungewohnte körperliche Belastungen für einige Tage vermeiden. Darüber hinaus müssen Sie sich jedoch nicht besonders schonen. Zum Zeitpunkt der Impfung sollten Sie nicht akut unter einer schweren Infektionskrankheit leiden, sonst muss die Impfung verschoben werden. Ist bei Ihnen eine Überempfindlichkeit oder Allergie gegen einen Bestandteil des Impfstoffs bekannt, können Sie damit nicht geimpft werden.

Meningokokken-B-Impfung schon bei Babys möglich

Ab einem Alter von 2 Monaten können Säuglinge eine Impfung gegen Meningokokken der Subgruppe B erhalten. Da diese Meningokokken-Subgruppe in Deutschland am häufigsten vorkommt und Kinder in den ersten Lebensjahren sowie Jugendliche besonders von einer Meningokokken-Infektion betroffen sind, kann die Impfung auch hierzulande sinnvoll sein. Daneben ist für Kinder in Deutschland hauptsächlich die Impfung gegen Subgruppe C wichtig.

Meningokokken-B-Impfung für Kinder bei Auslandsreisen

Die Meningokokken-B-Reiseimpfung ist vor allem für Schüler/innen zu empfehlen, die sich für längere Zeit in einem Gebiet mit erhöhtem Risiko für eine Meningokokken-B-Infektion aufhalten. Das gilt insbesondere bei einer Unterbringung in Gemeinschaftseinrichtungen oder Kontakten zu einheimischen Kindern, wie es etwa bei einem Schüleraustausch üblich ist. Je nach Reiseland ist häufig zudem eine Impfung gegen Meningokokken der Subgruppen A, C, W135 und Y ratsam oder sogar vorgeschrieben.

Meningokokken-B-Impfung bei Erwachsenen: Für wen ist sie empfohlen?

Erwachsene sollten eine Meningokokken-B-Impfung für eine Reise in Betracht ziehen, wenn in dem Land ein hohes Risiko für eine Meningokokken-B-Infektion besteht und sie etwa beruflich mit Kindern oder Jugendlichen vor Ort zu tun haben. Abhängig vom Reiseziel kann für Erwachsene ebenfalls eine zusätzliche Impfung gegen Meningokokken der anderen Subgruppen sinnvoll oder verpflichtend sein. Erwachsenen mit bestimmten Vorerkrankungen oder einer Immunschwäche wird ohnehin eine Impfung gegen verschiedene Meningokokken-Typen empfohlen. Vor einer Reise in ein Land mit Meningokokken-Risiko sollten sie ihren Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls auffrischen oder ergänzen lassen.

Meningokokken-B-Impfung: Wie oft ist sie notwendig?

Die Meningokokken-B-Impfung besteht aus 2 Impfdosen, um den Grundschutz mit hoher Schutzwirkung aufzubauen. Bei Kindern zwischen 2 und 23 Monaten erfolgen die beiden Impfungen im Abstand von 2 Monaten. Kinder ab einem Alter von 2 Jahren, Jugendliche und Erwachsene erhalten die Impfungen im Abstand von 1 Monat. Je nach Altersgruppe ist zusätzlich eine Auffrischimpfung in unterschiedlichen Zeitabständen erforderlich.

Impfschema

Auffrischung

Babys
zwischen 2 und 5 Monaten

2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten

1 Impfung im Alter von 12 bis 15 Monaten (Abstand zur letzten Impfung des Grundschutzes mindestens 6 Monate)

Babys
zwischen 6 und 11 Monaten

2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten

1 Impfung im 2. Lebensjahr (Abstand zur letzten Impfung des Grundschutzes mindestens 2 Monate)

Kleinkinder
zwischen 12 und 23 Monaten

2 Impfungen im Abstand von 2 Monaten

1 Impfung 1 bis 2 Jahre nach der letzten Impfung des Grundschutzes

Kinder ab 2 Jahren, Jugendliche und Erwachsene

2 Impfungen im Abstand von 1 Monat

evtl. nach  Jahren

2 Impfungen im Abstand von 1 Monat

Es kann sich lohnen, bei der Krankenkasse nach einer Kostenübernahme für die Meningokokken-B-Reiseimpfung zu fragen. Allerdings bezahlen manche Krankenkassen die Impfung nur für bestimmte Personengruppen. Erkundigen Sie sich daher am besten direkt bei Ihrer Krankenversicherung, für welche Impfungen und unter welchen Voraussetzungen sie die Kosten übernimmt, egal ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind.

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