Impfung gegen Grippe (saisonale Influenza)

Die Grippe-Impfung schützt Sie auch auf Reisen vor Influenza. Vor allem für über 60-Jährige wird sie generell empfohlen.

Die Grippe-Impfung: auch auf Reisen sinnvoll

Auf Grippe-Viren können Sie nicht nur zuhause, sondern ebenso auf Reisen treffen. Daher gehört die Impfung gegen Grippe zu den Reiseimpfempfehlungen. Eine „echte“ Grippe, auch Influenza genannt, ist nicht mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt zu verwechseln. Die Symptome können sich zwar sehr ähneln, aber eine Influenza kann vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren, älteren Erwachsenen und vorerkrankten Menschen zu ernsten Komplikationen führen. Vor Beginn der Corona-Pandemie war die Influenza die Infektionskrankheit mit der höchsten Sterberate. Deshalb sollten Sie eine Influenza-Impfung vor der alljährlichen Grippesaison oder vor Reisen in Anspruch nehmen, wenn Sie zu den besonders betroffenen Personengruppen gehören. Dabei ist zu beachten, dass die Grippesaison auf der Nordhalbkugel von November bis April und auf der Südhalbkugel von Mai bis Oktober andauert. In manchen tropischen Ländern kann ein Ansteckungsrisiko für Grippe sogar das ganze Jahr über bestehen.

Der Influenza-Impfstoff:
jedes Jahr aufs Neue

Grippeviren sind in der Lage, ständig neue Subtypen zu entwickeln. Damit unser Immunsystem die Viren trotzdem schnell abwehren kann, muss es immer wieder mit einem neuen Impfstoff auf die veränderten Viren trainiert werden. Daher sollte eine Impfung jedes Jahr vor der Grippesaison mit einem angepassten Impfstoff wiederholt werden. Üblicherweise handelt es sich dabei um einen gut verträglichen Totimpfstoff mit unschädlich gemachten Viren. Auf diese Weise lässt sich die Anzahl der Grippe-Fälle deutlich senken und die Sterberate fast halbieren.

Mögliche Nebenwirkungen der Influenza-Impfung

Eine Impfung soll das Immunsystem dazu anregen, eine gezielte Abwehr gegen den Erreger aufzubauen. Wenn wir eine Impfung erhalten, können wir häufig eine erste Reaktion des Immunsystems auf den Impfstoff spüren. Möglich sind:

Ob und in welchem Ausmaß solche Impfreaktionen auftreten, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. In der Regel verschwinden die Beschwerden aber innerhalb kurzer Zeit wieder von selbst. Sehr selten kann die Grippe-Impfung Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen, Gefäßentzündungen und eine verminderte Anzahl an Blutplättchen zeigen. Die Impfung ist deshalb nicht für Personen geeignet, die gegen Bestandteile des Impfstoffs überempfindlich reagieren. Zum Beispiel kann der Grippe-Impfstoff Spuren von Hühnereiweiß aufweisen, der dann für Menschen mit einer Allergie gegen Hühnereiweiß nicht infrage kommt. Sind bei einer anderen Impfung schon einmal schwere Komplikationen aufgetreten, spricht das ebenfalls gegen eine Impfung der betroffenen Person.

Impfung gegen Grippe in der Schwangerschaft und bei Babys

Für schwangere Frauen ist eine Impfung gegen Grippe doppelt sinnvoll. Zum einen sind sie in der Schwangerschaft selbst anfälliger für eine schwere Grippe-Erkrankung und können nur eingeschränkt behandelt werden. Zum anderen können sie durch die Impfung in der Schwangerschaft den Impfschutz auf ihr Kind übertragen. So ist das Kind auch noch nach der Geburt geschützt. Die Grippeimpfung beim Baby selbst ist erst ab dem 6. Lebensmonat möglich.

Grippe-Impfung bei Kindern

Vor allem Kleinkinder können einen großen Nutzen durch die Grippe-Impfung haben, da sie gefährdeter für einen schweren Verlauf der Grippe sind. Wenn ein Kind eine chronische Erkrankung hat, sollte es in den meisten Fällen unbedingt regelmäßig gegen Grippe geimpft werden. Ob eine Grippe-Impfung für Ihr Kind ratsam ist, besprechen Sie am besten individuell mit dem/der Arzt/in.

Impfung gegen Grippe bei Erwachsenen: Wer sich impfen lassen sollte

Die Grippe-Impfung wird insbesondere allen Erwachsenen empfohlen, die älter als 60 Jahre sind. Des Weiteren sollten sich Menschen mit einer chronischen Erkrankung unabhängig vom Alter impfen lassen. Die Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person, sondern kann auch eine weitere Ausbreitung der Grippe im Umfeld der Person verhindern. Reisende können daher mit einer Impfung das Risiko verringern, unterschiedliche Typen des Grippe-Virus auf ihrer Reise mitzunehmen. Aus dem gleichen Grund gilt die Impfempfehlung ebenso für Personen, die Kontakt zu vielen Menschen haben. Vor allem für diejenigen, die im medizinischen Bereich und in der Pflege arbeiten, ist die Impfung sehr sinnvoll. Sie schützen damit sich selbst und die besonders gefährdeten Personengruppen, zu denen sie in ihrem Beruf häufig Kontakt haben. Grundsätzlich kann sich aber bei einem ausreichenden Impfstoff-Angebot jeder gegen Grippe impfen lassen, der sich oder andere schützen möchte.

Grippe-Impfung: Wie oft ist sie nötig?

In allen Altersgruppen reicht eine einzelne Impfdosis gegen Grippe aus. Allerdings benötigt die Grippe-Impfung jedes Jahr eine Auffrischung, weil die Viren sich zu sehr verändern.

Babys ab 6 Monate 
(bei individueller Empfehlung)

1 x jährlich

Kinder 
(bei individueller Empfehlung)

1 x jährlich

Erwachsene 
(v. a. über 60-Jährige und chronisch Kranke)

1 x jährlich

Die Kosten einer Grippe-Impfung

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Grippe-Impfung, wenn Sie einer Personengruppe angehören, denen die Ständige Impfkommission (STIKO) die Impfung empfiehlt. Ansonsten fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenkasse nach. Manche Kassen bezahlen dennoch die Grippe-Impfung zumindest anteilig. Das gilt auch für Privatversicherte. Ist die Grippe-Impfung als Reiseimpfung gedacht, müssen Sie die Kosten unter Umständen selbst übernehmen.

Bestellen Sie Ihre Impfung bequem nach Hause

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