Impfung gegen Gelbfieber

Auf bestimmten Reisen ist die Gelbfieber-Impfung zum Eigenschutz sehr wichtig. Bei Reisen in ausgewiesene Gelbfieber-Gebiete weltweit ist sie meistens sogar Pflicht.

Die Gelbfieber-Impfung: auf einigen Reisen ein wichtiger Schutz

Die meisten Gelbfieber-Fälle treten in den tropischen Gegenden Afrikas auf. In Mittel- und Südamerika gibt es jedoch ebenfalls Regionen, die von Gelbfieber betroffen sind. Da Gelbfieber nicht ursächlich behandelbar ist und 20 bis 50 Prozent der schwer Erkrankten versterben, sollten sich Reisende in Gelbfieber-Gebiete mit einer Impfung schützen. Bei der Impfung gegen Gelbfieber wird ein Lebendimpfstoff verwendet. Er enthält abgeschwächte Gelbfieber-Viren, die zwar noch vermehrungsfähig sind, aber bei Personen mit intaktem Immunsystem keine Erkrankung auslösen. Für Personen, bei denen das Immunsystem aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Krankheit oder einer Therapie geschwächt ist, ist die Gelbfieber-Impfung nicht geeignet. Auch eine Komplikation bei einer früheren Impfung und eine Überempfindlichkeit gegenüber Bestandteilen des Impfstoffs sprechen gegen die Gelbfieber-Impfung. Das kann zum Beispiel eine Allergie auf Hühnereiweiß sein.

Nebenwirkungen der Gelbfieber-Impfung

Nach jeder Impfung können Impfreaktionen auftreten, die sich in der Regel nach kurzer Zeit wieder von selbst legen. Dazu gehören eine Rötung, Schwellung und Schmerzen an der Impfstelle, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Unwohlsein und Müdigkeit. Sie können entstehen, weil das Immunsystem zunächst unspezifisch auf den Impfstoff reagiert, bevor es mit dem Aufbau des anhaltenden Impfschutzes beginnt. Darüber hinaus können sich bei der Impfung gegen Gelbfieber noch folgende Nebenwirkungen entwickeln:

Über individuelle Risiken klärt Sie der/die Impfarzt/in persönlich auf. Nach der Impfung sollten Sie auf starke körperliche Belastungen wie Leistungssport, Saunagänge und lange Sonnenbäder sowie auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten. Wenn Sie eine Schwangerschaft planen, sollten Sie damit besser 3 Monate lang warten. Weitere Impfungen mit einem Lebendimpfstoff und Blutspenden können erst 1 Monat nach der Gelbfieber-Impfung erfolgen. Planbare Operationen sollten ebenfalls nicht nach der Impfung stattfinden.

Gelbfieber-Impfung bei Kindern, in der Schwangerschaft und Stillzeit

Die Gelbfieber-Impfung ist bei Säuglingen ab einem Alter von 9 Monaten möglich. In besonderen Ausnahmefällen kann ein/eine Arzt/in ein Baby bereits ab dem 7. Lebensmonat impfen, wenn ein unvermeidbar hohes Risiko für Gelbfieber besteht. Stillende Mütter können sich ebenfalls erst dann gegen Gelbfieber impfen lassen, wenn ihr Kind älter als 6 Monate ist. Bis zum Alter von 9 Monaten wird den Müttern allerdings empfohlen, das Stillen nach einer Gelbfieber-Impfung für 2 Wochen möglichst zu unterbrechen. Schwangere Frauen sollten nur eine Gelbfieber-Impfung erhalten, wenn das Risiko einer Erkrankung sehr hoch ist und sich die Reise nicht verschieben lässt. Die Impfung sollte dann aber nicht vor dem letzten Schwangerschaftsdrittel erfolgen.

Impfung gegen Gelbfieber bei Erwachsenen: für über 60-Jährige nicht empfohlen

Manche Impfungen werden besonders für ältere Menschen empfohlen, da sie häufig ein schwächeres Immunsystem haben und deswegen einen hohen Nutzen durch den Impfschutz erhalten. Bei der Gelbfieber-Impfung ist es aber ganz anders. Hier besteht für über 60-Jährige ein erhöhtes Risiko, durch die Impfung schwere Schädigungen des Nervensystems zu erleiden. In Einzelfällen können Folgeschäden auch zum Tod führen. Daher muss eine Gelbfieber-Impfung gut abgewogen und im Zweifel besser auf die Reise in ein Gelbfieber-Gebiet verzichtet werden.

Gelbfieber-Impfung: Auffrischung nicht unbedingt nötig

Der Gelbfieber-Impfstoff wird in einer einzigen Dosis unter die Haut gespritzt. Die einmalige Impfung verleiht voraussichtlich einen lebenslangen Schutz. In einigen Fällen kann allerdings eine Auffrischung nach 10 Jahren sinnvoll sein. Ratsam ist die Auffrischung beispielsweise, wenn die erste Impfung im Alter von unter 2 Jahren erfolgte oder die zu erwartende Immunantwort nach der Impfung aus irgendeinem Grund geschwächt war. Personen, die eine Gelbfieber-Erkrankung überstanden haben, sind lebenslang immun gegen eine erneute Infektion.

Babys unter 6 Monaten

keine Impfung gegen Gelbfieber möglich

Babys zwischen 6 und 9 Monaten

Impfung nicht empfohlen

Kinder ab 9 Monate

1 Impfdosis, ggf. Auffrischung nach 10 Jahren

Schwangere und stillende Mütter (Kind jünger als 9 Monate)

Impfung nicht empfohlen

Erwachsene bis 60 Jahre

1 Impfdosis, ggf. Auffrischung nach 10 Jahren nur in besonderen Fällen nötig

Erwachsene ab 60 Jahren

Impfung nicht empfohlen

Gelbfieber-Impfung ist für manche Reisen Pflicht

Eine Gelbfieber-Impfung kann für die Einreise in verschiedene Länder sogar verpflichtend sein. Dazu gehören Länder in Afrika, Amerika und Südostasien (Gelbfieber-Gürtel). Dann müssen Sie sich mindestens 10 Tage vor Ihrer Reise gegen Gelbfieber impfen lassen, um ein gültiges internationales Impfzertifikat zu erhalten. Das soll gewährleisten, dass der Impfschutz bei Antritt der Reise ausgebildet ist. Die Impfpflicht gilt jedoch nicht nur für Länder, die selbst zu den Gelbfieber-Gebieten zählen. Sie kann auch bei der Einreise in andere Länder verlangt werden, wenn Sie sich zuvor in einem Gelbfieber-Gebiet aufgehalten haben. Dazu zählen sogar kurze Transitaufenthalte von mehr als 12 Stunden, selbst wenn Sie den Flughafen nicht verlassen haben. Diese Regelung soll verhindern, dass Gelbfieber in bislang nicht betroffene Länder eingeschleppt wird. In einigen Fällen reichen schon kürzere Zwischenstopps unter 12 Stunden aus, um eine Gelbfieber-Impfung nachweisen zu müssen. Unter Umständen ist es für die Einreise in manche Länder möglich, sich von der Impfpflicht aus medizinischen Gründen mit einem ärztlichen Attest zu befreien. In einigen ausgewiesenen Ländern wird eine Befreiung von der Impfpflicht jedoch nicht akzeptiert.

Kosten der Gelbfieber-Impfung: Nachfrage bei der Krankenkasse kann sich lohnen

Die Krankenkassen sind nicht dazu verpflichtet, die Kosten für eine Gelbfieber-Impfung zu übernehmen. Manche Kassen beteiligen sich aber zumindest anteilig an den Kosten der Reiseimpfung. Fragen Sie am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse nach.

Erhalten Sie Ihre Reiseimpfung bequem zuhause

Mit reiseimpfungzuhause.de können Sie sich Ihre Reiseimpfung ganz einfach nachhause bestellen. Melden Sie sich dazu online auf unserer Impfplattform an und vereinbaren Sie Ihren Wunschtermin für die Reiseimpfung. Beim Hausbesuch berät der/die Impfarzt/in Sie noch einmal persönlich und impft Sie anschließend. Sie können den Termin auch für mehrere Personen buchen und sich zusammen mit Ihrem/Ihrer Reisepartner/in impfen lassen.

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