FSME-Impfung

Zum Schutz für alle Outdoor-Fans im FSME-Risikogebieten gegen die Gefahr einer Gehirnentzündung

Die FSME-Impfung

Die FrühSommer-Meningo-Enzephalitis wird durch Zecken übertragen, die im Gras und niedrigem Gebüsch leben. Einige von ihnen, in den Risikogebieten bis zu 5 Prozent der Tiere, übertragen das Virus durch ihren Speichel, indem sie den Menschen beißen. Einheimische und Urlauber in süddeutschen und international Risikogebieten, die sich gern in der Natur aufhalten, kann diese Impfung vor einer Gehirnentzündung schützen. In Deutschland sind besonders Bayern und Baden-Württemberg nahezu flächendeckend Risikogebiete. Von 2019 auf 2020 nahm die Zahl der gemeldeten Fälle um fast 40 Prozent zu.

Doch auch viele Regionen im Ausland, etwa die Schweiz, Österreich, Slowenien, Ungarn, Skandinavien und der gesamte osteuropäische Raum sind betroffen. In vielen Regionen gibt es keine belastbaren Zahlen, da die Krankheitsfälle nicht überwacht werden.

Die Impfung ist die wirksamste Vorsorge gegen die Erkrankung!

  • Die Impfung schützt vor einer möglichen durch FSME ausgelösten Entzündung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems
  • Es gibt viele Risikogebiete in ganz Europa, regional besonders Bayern und Baden-Württemberg.
  • Die Impfung wird für Einheimische und Urlauber:innen in Risikogebieten empfohlen, die dort mit Zecken in Berührung kommen können

FSME-Impfstoff: Eigenschaften und Nebenwirkungen

Bei der Impfung gegen FSME werden abgetötete FSME-Viren in den Oberarm gespritzt. Diese unschädlich gemachten Erreger können die Krankheit nicht auslösen, aber das Immunsystem reagiert auf sie und bildet Antikörper gegen das Virus. Das Immunsystem braucht jedoch ab und zu eine Erinnerung. Das machen die Auffrischimpfungen, die die Gedächtniszellen frisch halten. Wenn jetzt eine Zecke zubeißen und das Virus übertragen solle, erinnert sich das Immunsystem und macht mit den vorhandenen Antikörpern das Virus unschädlich.

Jede Impfung kann zu Immunreaktionen führen. Diese machen sich manchmal durch Kopfschmerzen, Übelkeit, Unwohlsein oder durch erhöhte Temperatur bemerkbar. Es kann auch vorübergehend zu Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle kommen. 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen reagieren auf die Impfung mit leichtem Fieber.

Lassen Sie sich von einem unserer Ärzte oder Ihrem Hausarzt beraten bei Bedenken wegen möglicher Unverträglichkeiten.

 

Für wen ist die FSME-Impfung sinnvoll?

Für Naturliebhaber und Reisende in Risikogebieten, besonders Camper, Wanderer und Sportler ist die Impfung sehr sinnvoll. Bereits Kinder ab 12 Monaten können geimpft werden mit einem eigens für Kinder entwickelten FSME-Impfstoff.

Mit zunehmendem Alter wird die Impfung wichtiger. Je schwächer das Immunsystem wird, umso wahrscheinlicher sind schwerer Verläufe bei einer Infektion.

Wenn Sie Hunde oder Katzen halten, sind Sie ebenfalls gefährdet, denn die Fellnasen können die Zecken sogar ins Haus tragen.

Informieren Sie sich rechtzeitig vor Ihrer Reise, ob Sie in einem Risikogebiet unterwegs sind.

 

FSME-Impfung bei Babys

Die Impfung kann bei Babys bis zum vollendeten 1. Lebensjahr nicht durchgeführt werden.

Erst nach dem 1. Geburtstag kann die Impfung auch Kleinkindern verabreicht werden. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Kindern eine Impfung, wenn sie in  Risikogebieten leben und dem Risiko von Zeckenbissen ausgesetzt sind. 

Für eine Impfung werden dann eigens für Kinder entwickelte FSME-Impfstoffe verwendet.

FSME-Impfung bei Kindern

Kinder können nach ihrem 1. Geburtstag eine FSME-Impfung erhalten. Für Kinder, die in Risikogebieten leben und dem Risiko eines Zeckenstiches ausgesetzt sind, gilt eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO), auch wenn die FSME im Kindesalter selten so schwere Verläufe auslöst wie bei Erwachsenen. 

Doch weil sich Kinder meist viel mehr in der Natur aufhalten als Erwachsene, ist auch das Risiko eines Zeckenstiches höher. 

FSME-Impfung bei Erwachsenen

Da die FSME im Erwachsenenalter und besonders in späteren Jahren zu schweren Verläufen führen kann, ist eine Impfung sinnvoll. Leben Sie in einem Risikogebiet oder planen Sie dort einen Outdoor-Urlaub? Dann gilt die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) auch Ihnen.

FSME-Impfung - wie oft ist sie nötig?

1. Impfung:

Tag 0

2. Impfung:

bringt bereits 95 Prozent Schutzwirkung. Sie erfolgt 1 bis 3 Monate nach der erster Impfung

3. Impfung:

nach 5 bis 12 Monaten bringt Schutzwirkung von 3 Jahren und mehr

Zum Erhalt der Schutzwirkung Auffrischung nach 3 bis 5 Jahren empfohlen

Ab 60 Jahren: Auffrischung generell bereits alle 3 Jahre empfohlen

FSME-Risikogebiete in Deutschland

Ein Landkreis wird als FSME-Risikogebiet definiert, wenn die Anzahl der übermittelten FSME-Erkrankungen in mindestens einem der 16 Fünfjahreszeiträume im Zeitraum 2002 – 2021 im Kreis ODER in der Kreisregion (bestehend aus dem betreffenden Kreis plus allen angrenzenden Kreisen) signifikant (p < 0,05) höher liegt als die bei einer Inzidenz von 1 Erkrankung pro 100.000 Einwohner erwartete Fallzahl.

Landkreise, die im Jahr 2022 zum Risikogebiet ausgewiesen werden: SK Chemnitz, LK Görlitz, LK Oberspreewald-Lausitz, LK Oder-Spree, LK Spree-Neiße, SK Solingen

Kein Risikogebiet Kreise, die in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen keine Risikogebiete sind: Baden-Württemberg: SK Heilbronn; Bayern: SK Augsburg, LK Fürstenfeldbruck, SK München, SK Schweinfurt; Sachsen: SK Leipzig, LK Leipzig, LK Nordsachsen

Quelle: RKI; Basis: FSME-Erkrankungen in den Jahren 2002 – 2021, die dem RKI übermittelt wurden, n = 6.442; Stand: 21.01.2022

FSME erklärt

In unserem Arzt-Talk von impfungzuhause.de interviewt Claudia Bechstein den Münchner Tropenmediziner Dr. Markus Frühwein über die FSME-Impfung.

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