Warum ist eine Reiseimpfung sinnvoll?

Mit Impfungen können Sie sich auf Reisen vor schweren Krankheiten schützen.

Der Impfschutz für die Reise – Natürliche Funktion des Immunsystems schlau genutzt

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Deutschland bestimmte Standardimpfungen. Die Impfempfehlungen der STIKO können sich je nach Altersgruppe, Region und individuellem Risiko etwas unterscheiden. Da wir beim Reisen jedoch noch auf ganze andere Krankheitserreger treffen können als hierzulande, gibt es für jedes Land speziell angepasste Impfempfehlungen. Alle Impfungen nutzen aber das gleiche Prinzip, um uns vor Krankheiten zu schützen.

Prinzip der Impfung – Training unseres Immunsystems

Bei einer Impfung kommt das Immunsystem mit abgeschwächten oder abgetöteten Erregern oder Bestandteilen von Erregern in Kontakt. Nach einer unspezifischen Reaktion beginnt das Immunsystem damit, eine gezielte Abwehr aufzubauen. Diese besteht aus Antikörpern und  spezifischen Immunzellen (B-Zellen und T-Zellen). So speichert das Immunsystem die Merkmale des Krankheitserregers im sogenannten Immungedächtnis. Dadurch kann es schneller und effektiver reagieren, wenn es später tatsächlich auf den Krankheitserreger trifft. Auf diese Weise wird durch Impfungen ein natürlicher Mechanismus unseres Körpers genutzt, um uns vor schweren Erkrankungen zu bewahren.

Je mehr mitmachen, desto besser für alle!

Wenn sich sehr viele Menschen impfen lassen, haben die entsprechenden Krankheitserreger kaum noch eine Chance. Diese sogenannte Herdenimmunität schützt sogar Personen, die sich nicht impfen lassen können oder bei denen die Impfung nicht so gut wirken kann. Beispielsweise sind einige Impfstoffe erst ab einem bestimmten Alter möglich. Deshalb sind Babys auf die Herdenimmunität angewiesen, weil sie gegen manche Krankheiten noch nicht geimpft werden können. Ähnlich ist es bei Personen mit einer Immunschwäche, die aufgrund einer Erkrankung oder einer Therapie entstanden ist. Das kann unter anderem nach Organtransplantationen, bei einer Krebserkrankung oder einer HIV-Infektion der Fall sein. Dann funktioniert das Immunsystem schlechter, wodurch es den Impfschutz oft nicht ausreichend aufbauen kann. Wir können also andere Menschen mit unserer eigenen Impfung schützen.

Mehr Sorgenfreiheit auf Reisen und kein Einschleppen von Krankheiten

Ein zum Reiseziel passender Impfschutz verschafft uns mehr Sicherheit. Wir müssen uns weniger Sorgen um schwere Reisekrankheiten machen. So lässt sich eine Reise viel besser genießen. Außerdem reduzieren Reiseimpfungen das Risiko, Krankheiten weiterzuverbreiten und in ein anderes Land einzuschleppen. Eine Reisekrankheit als Mitbringsel mit nachhause zu nehmen ist genauso unschön, wie eine Krankheit von zuhause in ein Reiseland einzutragen. Deshalb sind Reiseimpfungen so wichtig: zum Selbstschutz und zum Schutz der Allgemeinheit.

Welche Impfungen sollte ich für meine Reise haben?

Welche Impfungen Sie für Ihre Reise haben sollten, hängt vom genauen Reiseziel, der Art der Reise und Ihrem individuellen Risikoprofil ab. Sie können sich über unsere Seiten zu den Reiseländern selbst einen ersten Überblick verschaffen. Zudem berät Sie Ihr/Ihre Impfarzt/in persönlich, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind. Außerdem gibt es Standardimpfungen, die Sie in jedem Fall haben sollten. Die folgenden Impfungen können für eine Reise empfehlenswert sein. Darunter sind auch Impfungen, die schon in Deutschland standardmäßig oder für bestimmte Personengruppen empfohlen werden.

Hepatitis-B-Impfung

Als Reisender gehören Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Hepatitis-B-Risikogruppe. Denn eine Hepatitis-B-Impfung wird fast für jedes Reiseland empfohlen. Weltweit ist Hepatitis B eine der häufigsten Infektionskrankheiten.

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HPV-(Humane Papillomviren)-Impfung

Zwischen 9 und 14 Jahren – das gilt als der ideale Zeitpunkt für eine HPV-Impfung für Mädchen und Jungen gleichermaßen. Denn mit zunehmendem Alter und sexueller Aktivität steigt auch das Risiko, dass sich junge Menschen beim Sex mit einem HPV-Virus infizieren, der im Körper bleibt. Irgendwann im Leben kann das Virus im Körper Zellveränderungen anregen, die sich zu Genitalwarzen oder sogar zu Krebs entwickeln können.

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Gürtelrose-Impfung

Das Varizella-Zoster-Virus ist weltweit zuhause und ist für die klassische Kinderkrankheit Windpocken verantwortlich. Es bleibt nach einer Infektion lebenslang in den Nervenknoten des Körpers. Die Herpes-Zoster-Impfung verhindert, dass sich die Krankheit im Alter zurückmeldet, wenn das Immunsystem schwächelt und die gespeicherten Erreger nicht mehr in Schach halten kann.

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MMR-(Maser-Mumps-Röteln)-Impfung

Der Impfschutz vor Masern, Mumps und Röteln gehört zu den absoluten Impfklassikern in Deutschland. Fast jedes Kind wird in den ersten Lebensjahren damit geimpft, denn die Masern-Schutzimpfung ist mittlerweile eine Voraussetzung, um in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kita, Kindergarten und Schule gehen zu dürfen.

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Pneumokokken-Impfung

igentlich besiedeln die Bakterien der Pneumokokken-Art unseren Nasen-Rachen-Raum ganz unbemerkt und ohne Beschwerden zu verursachen. Erst wenn das Immunsystem im Alter nachlässt oder im Kindesalter noch nicht so stark ist, werden sie zum Problem.

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TdPa-IPV (Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-Kinderlähmung)

Die Kombination von 4 Impfstoffen schützt gegen Tetanus (T), Diphtherie (d), Keuchhusten/Pertussis (Pa) und Kinderlähmung/Polio (IPV). Diphtherie, Tetanus und Poliomyelitis (Kinderlähmung) – noch bis vor wenigen Jahrzehnten waren diese Krankheiten eine häufige Todesursache bei Kindern und Erwachsenen.

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TdPa (Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten)

TdPa, das ist eine Mehrfachimpfung, die Sie gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis) schützt. Diese Impfstoff-Kombination kann ab dem 4. Lebensjahr verwendet werden und kommt später als Auffrischimpfung zum Einsatz. Und die wird häufig vergessen.

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Windpocken-Impfung

Bis vor wenigen Jahren waren die „Windpocken“ eine der häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter. Seit die STIKO die Impfung allen Kindern ab dem 12. Lebensmonat empfiehlt, ist die Krankheit in Deutschland selten geworden.

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Hepatitis-A+B-Impfung

Beide Varianten der Hepatitis sind klassische Reisekrankheiten. Wer in ein Risikogebiet reist, Vorerkrankungen hat oder durch sein Verhalten zur Risikogruppe für die Leberkrankheit gehört, den schützt die Kombinationsimpfung gleich doppelt.

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Typhus-Impfung

Typhus wird durch Bakterien verursacht. Hygienische Mängel sind dafür verantwortlich, dass die Keime Lebensmittel und Wasser verunreinigen.

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Tollwut-Impfung

In einigen beliebten Reiseländern besteht ein Risiko, sich mit Tollwut anzustecken. Je nach Gestaltung der Reise kann es deutlich erhöht sein. Tollwut wird durch das Rabies-Virus verursacht. Die Ansteckung erfolgt am häufigsten durch einen Hundebiss.

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Meningokokken-B-Impfung

Meningokokken sind Bakterien, die durch Niesen, Husten oder andere Arten der Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen werden. Sie können eine Hirnhautentzündung und eine Blutvergiftung auslösen. Als Folge können Schädigungen des Nervensystems dauerhaft bestehen bleiben. Ein tödlicher Verlauf ist ebenfalls möglich.

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Meningokokken-ACWY-Impfung

Meningokokken sind Bakterien, die unter anderem in die Subgruppen A, B, C, W135 und Y eingeteilt sind. Sie verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch, also zum Beispiel durch Niesen oder Husten.

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Japanische-Enzephalitis-Impfung

Die Japanische Enzephalitis wird durch Viren verursacht, die Stechmücken durch ihren Stich auf den Menschen übertragen. Die Virus-Infektion kann zu einer Hirnentzündung führen, die bleibende Schädigungen des Gehirns hervorrufen oder sogar tödlich verlaufen kann.

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Influenza-Impfung

Auf Grippe-Viren können Sie nicht nur zuhause, sondern ebenso auf Reisen treffen. Daher gehört die Impfung gegen Grippe zu den Reiseimpfempfehlungen. Eine „echte“ Grippe, auch Influenza genannt, ist nicht mit einer Erkältung oder einem grippalen Infekt zu verwechseln.

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Gelbfieber-Impfung

Die meisten Gelbfieber-Fälle treten in den tropischen Gegenden Afrikas auf. In Mittel- und Südamerika gibt es jedoch ebenfalls Regionen, die von Gelbfieber betroffen sind. Da Gelbfieber nicht ursächlich behandelbar ist und 20 bis 50 Prozent der schwer Erkrankten versterben, sollten sich Reisende in Gelbfieber-Gebiete mit einer Impfung schützen.

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FSME-(Zecken-Enzephalitis)-Impfung

Einheimische und Urlauber in deutschen und internationalen Risikogebieten, die sich gern in der Natur aufhalten, kann diese Impfung vor einer Gehirnentzündung schützen. Die FrühSommer-MeningoEnzephalitis wird durch Zecken übertragen, die im Gras und niedrigem
Gebüsch leben. Einige von ihnen, in den Risikogebieten zwischen 0,1 und 5 Prozent der Tiere, sind Virusträger. Mit einem Biss übertragen sie das FSME-Virus durch ihren Speichel auf den Menschen.

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Cholera-Impfung

Cholera ist eine Durchfallerkrankung, die durch Cholera-Bakterien ausgelöst wird. Mangelhafte hygienische Zustände führen dazu, dass die Bakterien mit der Nahrung oder über verunreinigtes Wasser aufgenommen werden. Reisende sind allerdings nur selten von Cholera betroffen.

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Hepatitis-A-Impfung

Hepatitis A tritt insbesondere bei Reisen in Ländern mit mangelnden Hygienestandards auf. Bei der Krankheit handelt es sich um eine Leberentzündung, die im schlimmsten Fall zum Leberversagen führen kann

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Wie unterscheiden sich die Impfstoffe?

Ein Impfstoff muss verschiedene Eigenschaften erfüllen, damit er eine gute Wirkung erzielt und gleichzeitig sicher ist. Beides wird gründlich von Experten überprüft, bevor ein Impfstoff die Zulassung erhält. Alle Impfstoffe haben gemeinsam, dass sie mindestens einen Bestandteil des jeweiligen Erregers in den Körper bringen. Dieser dient als Erkennungsmerkmal für das Immunsystem, das dann einen gezielten Schutz gegen die entsprechende Krankheit bildet. Impfstoffe können unterschiedlich aufgebaut sein, um dieses Ziel je nach Art von Krankheitserreger bestmöglich zu erreichen. Sie lassen sich grob in 4 Impfstoffgruppen einteilen:

Lebendimpfstoffe

Lebendimpfstoffe enthalten Krankheitserreger, bei denen zwar noch eine Vermehrung möglich ist, die aber bei der Herstellung des Impfstoffs abgeschwächt werden. Sie sind zu schwach, um bei einem normalen Immunsystem eine Erkrankung hervorzurufen. Das Immunsystem beginnt sofort damit, die abgeschwächten Erreger zu bekämpfen und anschließend den Impfschutz aufzubauen. Für bestimmte Personengruppen wie etwa Schwangere oder Menschen mit einer Immunschwäche können Lebendimpfstoffe allerdings ungeeignet sein.

Totimpfstoffe

Totimpfstoffe enthalten abgetötete Erreger oder nur kleine Bestandteile von ihnen. Sie können sich nicht vermehren und keine Krankheit auslösen. Daher sind sie in der Regel gut verträglich und auch für Menschen mit geschwächtem Immunsystem unbedenklich. Das Immunsystem erkennt sie dennoch als Eindringlinge und baut die gewünschte zielgerichtete Abwehr auf.  

Vektorimpfstoffe

Vektorimpfstoffe nutzen harmlose Viren (Vektoren) als Transportsystem, um Genmaterial des Erregers in menschliche Zellen zu schleusen. Die Vektoren werden im Labor so bearbeitet, dass sie ihre natürliche Funktion für den Transport in die Zelle beibehalten und nur bestimmtes Genmaterial in die Zelle einbringen. Die körpereigenen Zellen verwenden dieses Genmaterial als Bauanleitung und stellen für einen begrenzten Zeitraum die Bestandteile des Erregers her. Daraufhin wird das Immunsystem auf den Plan gerufen und beginnt mit dem Aufbau des Impfschutzes. Weder die Vektoren noch die Bestandteile des Erregers können die Krankheit verursachen, gegen die der Impfstoff gerichtet ist. Das von den Vektoren eingeschleuste Genmaterial wird auch nicht in das menschliche Erbgut eingebaut.

mRNA-Impfstoffe

Zellen verwenden ganz allgemein mRNA als Bauanleitung für Proteine. Sie dient sozusagen als Bote, um die im Erbgut (DNA) gespeicherte Information aus dem Zellkern zum Ort der Proteinherstellung zu bringen. Daher kommt auch ihr Name: messenger-RNA (Boten-RNA). mRNA-Impfstoffe enthalten mRNA für ein bestimmtes Protein des Erregers. Sie gelangt mithilfe einer speziellen Verpackung in menschliche Zellen, die dann für eine kurze Zeit die Erregerproteine herstellen. Anschließend werden diese Proteine zur Zelloberfläche transportiert. Dort erregen sie die Aufmerksamkeit von Immunzellen, die den Impfschutz aufbauen. Bei dem Erregerprotein handelt es sich um ein wichtiges Merkmal, an dem die gebildeten Antikörper und die spezifischen Immunzellen auch den tatsächlichen Erreger erkennen können. Da nur ein kleiner Bestandteil des Erregers gebildet wird, kann die Impfung nicht zur Erkrankung führen.

Der Impfpass – wichtiges Dokument auch für die Reise

Der Impfpass ist zum einen wichtig, damit Sie und Ihre Ärzte/innen Ihren aktuellen Impfstatus im Blick haben und rechtzeitig notwendige Auffrischimpfungen erhalten. Zum anderen kann der Impfpass als international gültige Bescheinigung dienen, wenn Sie für die Einreise in ein Land eine verpflichtende Impfung nachweisen müssen. Sollten Sie Ihren Impfpass verlieren, kann Ihnen Ihr/e Arzt/in einen neuen ausstellen. Einen Teil Ihres Impfschutzes kann durch Blutuntersuchungen ermittelt werden. Wenn eine Impfung nicht dokumentiert ist und nicht anders nachgewiesen werden kann, empfiehlt die STIKO, die Impfung nachzuholen. Vor Ihrer Reiseimpfung zuhause überprüft auf jeden Fall Ihr/Ihre Impfarzt/in, welche Reiseimpfungen für Sie sinnvoll sind.

Die Ausrottung tödlicher Krankheiten – Impfungen machen es möglich!

Impfungen sind ein wirksames und wertvolles Mittel im Kampf gegen tödliche Infektionskrankheiten. Wenn sich genügend Menschen impfen lassen, können manche Krankheiten sogar nahezu vollständig verschwinden. Bei Pocken ist dies bereits gelungen. Um das auch bei anderen Krankheiten zu erreichen, sind hohe Durchimpfungsraten notwendig. Bei Masern müssten zum Beispiel 95 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sein. Jeder kann also etwas dazu beitragen, dass einige schwere Infektionskrankheiten bald nur noch Geschichte sind: Lassen Sie sich impfen!

Impfen kann ganz unkompliziert sein

Mit reiseimpfungzuhause.de können Sie sich online über Reiseimpfungen informieren und einen Termin vereinbaren, an dem eine/r unserer Impfärzte/innen Sie zuhause besucht und Sie impft. So haben Sie Ihre Reiseimpfung schnell und mit wenig Aufwand organisiert.

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Sparen Sie Zeit und lassen Sie Ihre Reiseimpfung bequem zu sich nachhause kommen. In nur wenigen Schritten buchen Sie Ihren Wunschtermin für sich oder direkt für mehrere Personen. Auch ein Termin am Abend oder am Wochenende ist möglich. Selbstverständlich berät Ihr/Ihre Impfarzt/in Sie vor der Impfung persönlich und beantwortet Ihre Fragen.

Entscheidungshilfe bei der Reiseimpfung

Wenn Sie sich bei Ihrer Reiseimpfung noch unsicher sind, können Sie Ihre Zweifel gerne mit Ihrem/Ihrer Impfarzt/in beim Hausbesuch besprechen. Diese/r klärt Sie über Risiken und Nutzen der Impfungen auf, die für Ihre Reise infrage kommen. Bedenken Sie jedoch, dass Impfungen für manche Reisen verpflichtend sein können und dann ein Impfnachweis bei der Einreise verlangt wird. Außerdem können Sie mit der richtigen Reiseimpfung nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen schützen.